Das auch Magdeburg einst eine wichtige Rolle im Bergbau spielte, erfuhren die Teilnehmer eines spannenden Vortragsabends, auf welchem Klaus Pursche, Mitglied der Fachgruppe Mineralogie zu diesem Thema sprach.
So erfuhren die Zuhörer, dass im ausgehenden 19. Jahrhundert neben dem 1894 begründeten Bergbauunternehmen Wintershall und
der 1923 gegründeten Preussischen Hütten- und- Bergwerksaktiengesellschaft (Preussag) auch
die 1896 gegründeten „Burbach-Kaliwerke, (ab 1928 Aktiengesellschaft) mit ihrem langjährigen Hauptsitz in Magdeburg eine der Pionierrollen bei Gewinnung und Einsatz von Kalisalzen spielte.
Besonders dem Kaufmann und Unternehmer Gerhard Korte war es zu verdanken, dass der Burbachkonzern bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges eine wichtige Funktion in der deutschen Kaliwirtschaft inne hatte.
Etwa 37 Gruben und 19 Fabriken gehörten bis zur deutschen Teilung zum Konzern. Bergbauanlagen in Beendorf, Grube Marie, Bartensleben(heute Morsleben, Teutschenthal, Salzmünde-Zappendorf)und im Thüringer Revier
sind auch den Generationen nach Gerhard Korte ein Begriff.
Nach der deutschen Teilung und Enteignung vieler Schächte auf dem Boden der damaligen sowjetischen Besatzungszone, zog sich die Konzernleitung mit ihrem Stammsitz ins niedersächsische Wittmar zurück.
Nur noch wenig erinnert heute an die einst erfolgreiche Zeit, als deutsche Industriekonzerne auch im Osten Deutschlands ihren Sitz hatten.
Ein Stück Heimatgeschichte, die nicht der Vergessenheit an heim fallen sollte, so auch der Rechercheur über ein spannendes Stück Magdeburger Industriegeschichte.



Hier befand sich einst eine die Zentrale des Magdeburger Kalikonzerns Burbach AG.
(Foto: Klaus Pursche)


